Der Grabring - das einzigartige Grabmal aus Edelstahl - Die Idee
Ich ging nicht gerne, aber zufrieden
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Grabansicht 2007
Grabansicht 2011
Es kommt die Zeit, da heißt es Abschied nehmen ... für immer! Für mich kam dieser Zeitpunkt 3 x in kurzen Abständen. Eine Lebenserfahrung die mich verändert und geprägt hat. Im   Herbst   2004   mussten   wir   überraschend Abschied   von   meinem   Vater   nehmen.   Der   erste   wirkliche   Trauerfall   für   mich   im engsten Familienkreis. Es   hat   mich   einfach   umgehauen.   Für   mich   brach   eine   Welt   zusammen,   ich   konnte   es   nicht   fassen,   dass   das   Leben   einfach so   weiterläuft   als   wäre   nichts   geschehen   -   da   fehlt   doch   jemand,   merkt   ihr   das   nicht   -   hätte   ich   am   liebsten   laut herausgeschrien.   Zum   Glück   war   meine   Mutter   da   die   alles   regelte   und   so   langsam   kam   auch   ich   wieder   zurück   aus meinem traumatisierten Zustand. Spätestens   als   es   um   die   Grabstätte   ging   war   ich   wieder   fähig   eine   eigene   Meinung   zu   haben.   Meine   Mutter   wollte   es recht   praktisch,   so   wie   viele   Ihrer   Generation   denken.   Sie   war   für   eine   einfache   Rasenplatte   -   ein   Rasengrab,   etwas   was mir   überhaupt   nicht   gefiel.   Einfach   eine   Platte   in   einem   Stück   Rasen,   wo   der   Rasenmäher   in   regelmäßigen   Abständen rüberfährt,   wo   man   keine   Blumen   ablegen   kann?!   Für   Sie   eine   pflegeleichte   Lösung   für   mich   undenkbar.   So   einigten   wir uns auf ein Urnengrab mit einer großen Steinplatte und einem kleinen Bepflanzungsfeld. In   der   Zeit   nach   den   Tod   meines   Vaters   wurde   mir   bewusst   wie   wichtig   mir   dieser   Quadratmeter   Urnengrab   war.   Ein   Platz wo   man   hingehen   konnte,   wo   man   wußte   dort   ist   er   sicher   und   gut   aufgehoben.   Kurze   Zeit   später   bereute   ich   es   schon nur   ein   so   kleines   Stück   Erde   zum   Bepflanzen   zu   haben.   Ich   liebte   es   die   Blumen   zu   verändern   und   alles   immer   hübsch   in Ordnung zu halten, fast täglich war ich auf dem Friedhof. Dann   kam   es   Schlag   auf   Schlag   im   Frühling   2006   wurde   mein   Bruder   überraschend   ins   Krankenhaus   eingeliefert.   Er   fiel   ins Koma   und   hatte   innere   Blutungen.   Meine   Mutter   kämpfte   in   dieser   Zeit   das   dritte   Mal   mit   Krebs   und   war   aufgrund   einer Chemotherapie   kaum   ansprechbar.   Ich   hatte   alle   Entscheidungen   zu   treffen,   somit   auch   die,   dass   nach   1   Woche   Koma   die lebensverlängernden   Maßnahmen   bei   meinem   Bruder   eingestellt   werden   sollten   -   24   Stunden   wartete   ich   auf   den   Anruf vom   Krankenhaus   „Ihr   Bruder   ist   soeben   verstorben.“   Diese   Worte   hämmerten   immer   wieder   laut   durch   meinen   Kopf   und lassen   mich   bis   heute   nicht   los.   Mein   Bruder   war   Single   und   auch   für   ihn   wollte   ich   einen   Platz   haben   wo   ich   hingehen konnte, wo er sicher und geborgen war in einem Stückchen eingerahmter Erde. Zu   unserem   Glück   stimmte   die   Kirche   zu,   dass   er   im   Urnengrab   meiner   Eltern   beigesetzt   werden   durfte   -   so   geschah   es. Jedes   Mal   wenn   ich   die   Grabstelle   besuchte   gefiel   mir   der   Zustand   nicht,   dass   er   ja   nun   eigentlich   anonym   begraben   war. Seinen   Namen   in   die   Urnenplatte   eingravieren   zu   lassen   fand   ich   nicht   passend,   so   hätten   zu   diesem   Zeitpunkt   zwei Männernamen   dort   gestanden   und   es   war   ja   in   erster   Linie   die   Ruhestätte   meiner   Eltern.   Die   Idee   des   Grabringes   kam   wie ein   Blitz,   als   ich   seinen   Nachlass   sortierte   und   auf   seine   umfangreiche   Herr   der   Ringe   Sammlung   stieß   -   er   war   ein   sehr großer   Herr   der   Ringe   Fan.   In   dieser   Sammlung   befand   sich   auch   eine   Nachbildung   des   Rings   aus   den   Kinofilmen.   Er   war aus Silber und hatte den Ringspruch eingraviert. Somit war die Idee des Grabrings geboren. Bereits   der   Prototyp   wurde   beim   Metallbauer   von   vielen   Kunden   bestaunt   und   so   kamen   auch   bald   die   ersten Anfragen   aus der   Umgebung   und   auch   individuelle   Ring-Gestaltungswünsche   die   an   den   jeweiligen   Verstorbenen   auf   ganz   besondere Weise gedenken sollen. Der   Grabring   meines   Bruders,   welcher   auch   auf   diesen   Seiten   als   Beispiel   abgebildet   ist   trägt   einen   Spruch   in   elbisch,   was viele   Friedhofsbesucher   zum   Grübeln   bringt.   Es   soll   meinen   Bruder   mit   dem   Land   der   Elben   aus   der   Herr   der   Ringe   Saga verbinden ... In   naher   Zukunft   möchte   ich   auch   meinem   Vater   und   meiner   Mutter   die   sich   leider Anfang   2007   dem   Krebs   ergeben   musste einen besonderen Gedenk-Grabring gestalten. 18.11.2010   -      es   ist   geschafft!   Inspiriert   durch   die   vielen   schönen   Grabringe   die   ich   inzwischen   fertigen   durfte   und   durch die   tollen   Grabgestaltungen   in   Verbindung   mit   einem   Grabring   habe   ich   nun   das   Grab   meiner   Eltern   und   meines   Bruders umgestaltet. Als   Untergrund   für   die   Ringe   habe   ich   mich   für   Holzblätter   entschieden,   zwei   zusammenhängende   für   meine Eltern   und   ein   einzelnes   Blatt   für   meinen   Bruder.   Die   Feinarbeiten   der   Grabgestaltung   folgen   im   Frühling.   Ich   bin   glücklich und   diese   Planung   und   Umsetzung   hat   mir   wieder   einmal   mehr   gezeigt   wie   wichtig   mir   dieser   Quadratmeter   Erde   ist.   Das „Zuhause“ meiner Familie und ein wichtiger Ort für mich ... Grabansicht 2012 Man   kann   mit   den   individuellen   und   einzigartigen   Grabringen   und   besonders   schönen   Steinelementen   (Sandstein,   Granit etc.)   oder   Holzelementen   eine   wirklich   wunderschöne   und   außergewöhnliche   Gedenkstätte   gestalten.   Ist   der   Gedanke nicht   schön,   dass   etwas   von   uns   auf   dieser   Erde   bleibt.   Ein   einzigartiges   Denkmal   das   an   einen   einzigartigen   Menschen erinnern soll. Ein Privileg, welches sonst nur den berühmtesten Menschen auf dieser Erde vorbehalten war. Den   Ring   meines   Bruders   habe   ich   noch   zwei   Mal   überarbeiten   lassen.   Aus   den   schlichten   Edelstahlkugeln   sind   blaue Diamanten geworden. Katrin Wiebking
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Es kommt die Zeit, da heißt es Abschied nehmen ... für immer! Für mich kam dieser Zeitpunkt 3 x in kurzen Abständen. Eine Lebenserfahrung die mich verändert und geprägt hat. Im   Herbst   2004   mussten   wir   überraschend   Abschied   von   meinem   Vater   nehmen.   Der erste wirkliche Trauerfall für mich im engsten Familienkreis. Es   hat   mich   einfach   umgehauen.   Für   mich   brach   eine   Welt   zusammen,   ich   konnte   es nicht   fassen,   dass   das   Leben   einfach   so   weiterläuft   als   wäre   nichts   geschehen   -   da   fehlt doch   jemand,   merkt   ihr   das   nicht   -   hätte   ich   am   liebsten   laut   herausgeschrien.   Zum Glück   war   meine   Mutter   da   die   alles   regelte   und   so   langsam   kam   auch   ich   wieder   zurück aus meinem traumatisierten Zustand. Spätestens   als   es   um   die   Grabstätte   ging   war   ich   wieder   fähig   eine   eigene   Meinung   zu haben.   Meine   Mutter   wollte   es   recht   praktisch,   so   wie   viele   Ihrer   Generation   denken.   Sie war   für   eine   einfache   Rasenplatte   -   ein   Rasengrab,   etwas   was   mir   überhaupt   nicht gefiel.   Einfach   eine   Platte   in   einem   Stück   Rasen,   wo   der   Rasenmäher   in   regelmäßigen Abständen   rüberfährt,   wo   man   keine   Blumen   ablegen   kann?!   Für   Sie   eine   pflegeleichte Lösung   für   mich   undenkbar.   So   einigten   wir   uns   auf   ein   Urnengrab   mit   einer   großen Steinplatte und einem kleinen Bepflanzungsfeld. In   der   Zeit   nach   den   Tod   meines   Vaters   wurde   mir   bewusst   wie   wichtig   mir   dieser Quadratmeter   Urnengrab   war.   Ein   Platz   wo   man   hingehen   konnte,   wo   man   wußte   dort ist   er   sicher   und   gut   aufgehoben.   Kurze   Zeit   später   bereute   ich   es   schon   nur   ein   so kleines   Stück   Erde   zum   Bepflanzen   zu   haben.   Ich   liebte   es   die   Blumen   zu   verändern   und alles immer hübsch in Ordnung zu halten, fast täglich war ich auf dem Friedhof. Dann   kam   es   Schlag   auf   Schlag   im   Frühling   2006   wurde   mein   Bruder   überraschend   ins Krankenhaus   eingeliefert.   Er   fiel   ins   Koma   und   hatte   innere   Blutungen.   Meine   Mutter kämpfte   in   dieser   Zeit   das   dritte   Mal   mit   Krebs   und   war   aufgrund   einer   Chemotherapie kaum   ansprechbar.   Ich   hatte   alle   Entscheidungen   zu   treffen,   somit   auch   die,   dass   nach   1 Woche    Koma    die    lebensverlängernden    Maßnahmen    bei    meinem    Bruder    eingestellt werden   sollten   -   24   Stunden   wartete   ich   auf   den Anruf   vom   Krankenhaus   „Ihr   Bruder   ist soeben   verstorben.“   Diese   Worte   hämmerten   immer   wieder   laut   durch   meinen   Kopf   und lassen   mich   bis   heute   nicht   los.   Mein   Bruder   war   Single   und   auch   für   ihn   wollte   ich   einen Platz   haben   wo   ich   hingehen   konnte,   wo   er   sicher   und   geborgen   war   in   einem   Stückchen eingerahmter Erde. Zu   unserem   Glück   stimmte   die   Kirche   zu,   dass   er   im   Urnengrab   meiner   Eltern   beigesetzt werden   durfte   -   so   geschah   es.   Jedes   Mal   wenn   ich   die   Grabstelle   besuchte   gefiel   mir der   Zustand   nicht,   dass   er   ja   nun   eigentlich   anonym   begraben   war.   Seinen   Namen   in   die Urnenplatte    eingravieren    zu    lassen    fand    ich    nicht    passend,    so    hätten    zu    diesem Zeitpunkt    zwei    Männernamen    dort    gestanden    und    es    war    ja    in    erster    Linie    die Ruhestätte   meiner   Eltern.   Die   Idee   des   Grabringes   kam   wie   ein   Blitz,   als   ich   seinen Nachlass   sortierte   und   auf   seine   umfangreiche   Herr   der   Ringe   Sammlung   stieß   -   er   war ein    sehr    großer    Herr    der    Ringe    Fan.    In    dieser    Sammlung    befand    sich    auch    eine Nachbildung   des   Rings   aus   den   Kinofilmen.   Er   war   aus   Silber   und   hatte   den   Ringspruch eingraviert. Somit war die Idee des Grabrings geboren. Bereits   der   Prototyp   wurde   beim   Metallbauer   von   vielen   Kunden   bestaunt   und   so   kamen auch    bald    die    ersten    Anfragen    aus    der    Umgebung    und    auch    individuelle    Ring- Gestaltungswünsche    die    an    den    jeweiligen    Verstorbenen    auf    ganz    besondere    Weise gedenken sollen. Der   Grabring   meines   Bruders,   welcher   auch   auf   diesen   Seiten   als   Beispiel   abgebildet   ist trägt   einen   Spruch   in   elbisch,   was   viele   Friedhofsbesucher   zum   Grübeln   bringt.   Es   soll meinen Bruder mit dem Land der Elben aus der Herr der Ringe Saga verbinden ... In   naher   Zukunft   möchte   ich   auch   meinem   Vater   und   meiner   Mutter   die   sich   leider Anfang 2007 dem Krebs ergeben musste einen besonderen Gedenk-Grabring gestalten. 18.11.2010   -      es   ist   geschafft!   Inspiriert   durch   die   vielen   schönen   Grabringe   die   ich inzwischen   fertigen   durfte   und   durch   die   tollen   Grabgestaltungen   in   Verbindung   mit einem   Grabring   habe   ich   nun   das   Grab   meiner   Eltern   und   meines   Bruders   umgestaltet. Als    Untergrund    für    die    Ringe    habe    ich    mich    für    Holzblätter    entschieden,    zwei zusammenhängende   für   meine   Eltern   und   ein   einzelnes   Blatt   für   meinen   Bruder.   Die Feinarbeiten   der   Grabgestaltung   folgen   im   Frühling.   Ich   bin   glücklich   und   diese   Planung und    Umsetzung    hat    mir    wieder    einmal    mehr    gezeigt    wie    wichtig    mir    dieser Quadratmeter Erde ist. Das „Zuhause“ meiner Familie und ein wichtiger Ort für mich ... Man   kann   mit   den   individuellen   und   einzigartigen   Grabringen   und   besonders   schönen Steinelementen      (Sandstein,      Granit      etc.)      oder      Holzelementen      eine      wirklich wunderschöne   und   außergewöhnliche   Gedenkstätte   gestalten.   Ist   der   Gedanke   nicht schön,   dass   etwas   von   uns   auf   dieser   Erde   bleibt.   Ein   einzigartiges   Denkmal   das   an   einen einzigartigen   Menschen   erinnern   soll.   Ein   Privileg,   welches   sonst   nur   den   berühmtesten Menschen auf dieser Erde vorbehalten war. Den   Ring   meines   Bruders   habe   ich   noch   zwei   Mal   überarbeiten   lassen. Aus   den   schlichten Edelstahlkugeln sind blaue Diamanten geworden. Katrin Wiebking
Es kommt die Zeit, da heißt es Abschied nehmen ... für immer! Für mich kam dieser Zeitpunkt 3 x in kurzen Abständen. Eine Lebenserfahrung die mich verändert und geprägt hat.